Fahrradklima-Test Keyvisual grün

Fahrradklima-Test Keyvisual grün © ADFC | April Agentur

ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Bewertung für die Gemeinde Hude

 

Zu schmal und in schlechtem Zustand: Bewertung der Radinfrastruktur in der Gemeinde Hude

 

Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2020 bescheinigten 156 Teilnehmende aus Hude dem Klosterort lediglich die Schulnote 3,93 für die Fahrradfreundlichkeit im Ort. Hude liegt damit bei Orten unter 20.000 Einwohnern auf Rang 238.

Vielfach werden die Breite der Wege (Note 5,1) und deren Beschaffenheit (Note 4,5) beklagt. Positiv werden der Altersmix unter den Radfahrenden (Note 2,5) und die kurzen Wege im Ortskern hervorgehoben (Note 2,4).

Häufig wird die Situation auf der Parkstraße kritisiert. Hier wird der Radverkehr gemeinsam mit dem Fußverkehr auf dem Bürgersteig geführt. Dieser ist an vielen Stellen zu schmal, durch die vielen Einfahrten und Geschäftseingängen zu unübersichtlich. Auch sichere Querungsmöglichkeiten werden vermisst. Radfahrende auf der falschen Seite als Geisterradler sind ebenso ein häufiges Ärgernis im Auge vieler Teilnehmenden.
„Gemeinsame Geh- und Radwege innerorts sind keine einladende Infrastruktur, weder für Zufußgehende, noch für Radfahrende“, so Christian Lüdke vom ADFC Oldenburg. „Wir brauchen endlich Infrastruktur, die zum Radfahren einlädt. Hude ist ein Ort der kurzen Wege, ideal für das Fahrrad.“

Radfahren in Zeiten von Corona

In Zeiten von Corona haben immer mehr Menschen das Fahrrad als Verkehrsmittel entdeckt. Der ADFC wollte daher wissen, ob Politik und Verwaltung im Ort etwas für diesen Trend getan haben. 88% der Teilnehmenden vermissen handfeste Signale pro Radverkehr im Ort und geben hier lediglich die Note 5,7. Besonders schlecht kommt auch die Politik weg. Auf die Frage, ob Politiker das Radfahren als Thema neu entdeckt haben, gibt es für die Politik nur eine 5,2. Dabei sind 63% der Teilnehmenden der Meinung, dass die Bedeutung des Radverkehrs in Zeiten von Corona gestiegen ist.
„Es wird endlich Zeit, dass Politik und Verwaltung hier tätig werden“, so Lüdke. „Hier wurde von Seiten der Gemeinde und auch von Seiten des Landkreises viel zu lange zu wenig unternommen oder auf die lange Bank geschoben. Die Radinfrastruktur ist für heutige Maßstäbe und den zunehmenden Radverkehr völlig unzureichend, unkomfortabel und stellenweise auch gefährlich. Wir brauchen jetzt konkrete Maßnahmen!“ oder wie es in einer der vielen Antworten heißt: „Es sollte mal was gemacht werden und nicht nur geredet!“

Rekord: Rund 230.000 Teilnahmen, 1.024 Städte in der Wertung

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Er wird vom Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2020 zum neunten Mal statt. Rund 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei diesem Durchgang abgestimmt, davon nur 15 Prozent ADFC-Mitglieder. 1.024 Städte kamen in die Wertung, mehr als jemals zuvor. Bei den 27 Fragen ging es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden, müssen pro Stadt mindestens 50, bei größeren Städten mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse vorliegen. Die Ergebnisse des Tests haben durch die breite Bürgerbeteiligung hohe Aussagekraft und können Kommunen helfen, das Angebot für Radfahrende gezielt zu verbessern.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit.
Der ADFC Oldenburg setzt sich engagiert für die Interessen und Förderung des Radverkehrs in der Stadt und dem Landkreis ein. In seiner ehrenamtlichen Arbeit wird er von über 1.600 Mitglieder gestützt.

 


https://oldenburg.adfc.de/pressemitteilung/adfc-fahrradklima-test-2020-hude

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC Oldenburg?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    Der ADFC Kreisverband Oldenburg arbeitet hauptsächlich auf drei Gebieten, die sich aber teilweise überschneiden.
    Der erste Bereich ist die Verkehrspolitik.  Hier nimmt der ADFC Einfluss auf die Politik, mit dem Ziel, die verkehrliche Situation für den Radverkehr zu verbessern.  So hat der ADFC bei der Fahrradstation mitgewirkt, bei der Gestaltung der Heiligengeiststraße und der Fahrradstraße, er hat einen Vertreter im Verkehrsausschuss der Stadt Oldenburg, beim Strategieplan Mobilität und Verkehr (Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes) und in der AG Radverkehr (Verwaltung, Polizei und ADFC) und ist auch sonst immer dann zur Stelle, wenn Belange der Radfahrerinnen und Radfahrer berührt werden.

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