ADFC-Fahrradklima-Test 2020: Oldenburg fällt auf Platz 4 zurück

 

Beim heute im Bundesverkehrsministerium vorgestellten ADFC-Fahrradklima-Test 2020 schaffte es Oldenburg nur noch auf Platz 4 der fahrradfreundlichsten Städte in seiner Größe.

 

745 OldenburgerInnen haben im Herbst letzten Jahres an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Unzufrieden sind Oldenburger Radfahrerinnen und Radfahrer vor allem mit der Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr, Breite und Oberfläche der Radwege, fehlende Falschparkerkontrollen auf Radwegen und schlechte Führung an Baustellen. Lichtblicke gab es bei, geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung, Radfahren über alle Generationen und eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt. Der ADFC Oldenburg fordert mit Nachdruck den beschleunigten Ausbau der desolaten Radwege in der Stadt.

ADFC Vorsitzender Heinrich Book sagt: „Die Corona-Zeit hat viele Menschen neu auf das Rad gelockt – und wir wollen, dass sich auch die Neuaufsteiger auf dem Rad wohl und sicher fühlen. Leider ist das in Oldenburg nicht der Fall: Die Mehrzahl der Befragten sagt, dass Sicherheit und Komfort beim Fahren fehlt. Dabei ließe sich schon mit kleineren Maßnahmen die Situation deutlich verbessern, beispielsweise durch konsequente Ahndung von Falschparkern auf Radwegen / mehr Tempo 30 / Modale Filter / fahrradfreundliche Lösungen an Baustellen (o.ä.).

Damit Oldenburg wirklich einladend zum Radfahren wird, brauchen wir ein Netz aus gut ausgebauten Radwegen. Der Bund hat mit dem Sonderprogramm Stadt und Land dafür ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt.“

Oldenburg liegt bundesweit auf Platz 4 in der Kategorie der Städte 100.000 bis 200.000 Einwohner Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2018 hat sich Oldenburg geringfügig verschlechtert. Im Durchschnitt geben die Oldenburger ihre Stadt die Schulnote 3,55 für die Fahrradfreundlichkeit. In den offenen Antworten bemängeln viele besonders die Sperrung für Radfahrende auf der Behelfsbrücke über den Küstenkanal, die schlechte Beschaffenheit der Radwege und dass in jüngster Zeit kaum etwas für den Radverkehr getan wurde. Oldenburg wird gerne als Fahrradstadt bezeichnet. Diese Umfrage zeigt, dass sie sich Zusehens davon entfernt.

Rekord: Rund 230.000 Teilnahmen, 1.024 Städte in der Wertung

Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. Er wird vom Fahrradclub ADFC alle zwei Jahre mit Unterstützung des Bundesverkehrsministeriums durchgeführt und fand 2020 zum neunten Mal statt. Rund 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben bei diesem Durchgang abgestimmt, davon nur 15 Prozent ADFC-Mitglieder. 1.024 Städte kamen in die Wertung, mehr als jemals zuvor. Bei den 27 Fragen ging es darum, ob man sich auf dem Rad sicher fühlt, wie gut die Radwege sind und ob die Stadt in Zeiten von Corona das Fahrradfahren besonders fördert. Damit fundierte Ergebnisse erzielt werden, müssen pro Stadt mindestens 50, bei größeren Städten mindestens 75 beziehungsweise 100 Abstimmungsergebnisse vorliegen. Die Ergebnisse des Tests haben durch die breite Bürgerbeteiligung hohe Aussagekraft und können Kommunen helfen, das Angebot für Radfahrende gezielt zu verbessern.

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessensvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Der ADFC Oldenburg setzt sich engagiert für die Interessen und Förderung des Radverkehrs in der Stadt und dem Landkreis ein. In seiner ehrenamtlichen Arbeit wird er von über 1.600 Mitglieder gestützt.

 


https://oldenburg.adfc.de/pressemitteilung/adfc-fahrradklima-test-2020-oldenburg

Häufige Fragen von Alltagsfahrern

  • Was macht der ADFC Oldenburg?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    Der ADFC Kreisverband Oldenburg arbeitet hauptsächlich auf drei Gebieten, die sich aber teilweise überschneiden.
    Der erste Bereich ist die Verkehrspolitik.  Hier nimmt der ADFC Einfluss auf die Politik, mit dem Ziel, die verkehrliche Situation für den Radverkehr zu verbessern.  So hat der ADFC bei der Fahrradstation mitgewirkt, bei der Gestaltung der Heiligengeiststraße und der Fahrradstraße, er hat einen Vertreter im Verkehrsausschuss der Stadt Oldenburg, beim Strategieplan Mobilität und Verkehr (Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes) und in der AG Radverkehr (Verwaltung, Polizei und ADFC) und ist auch sonst immer dann zur Stelle, wenn Belange der Radfahrerinnen und Radfahrer berührt werden.

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  • Wie erreiche ich den ADFC Oldenburg?

    Infoladen des ADFC Kreisverbandes Oldenburg / Oldenburger Land e.V.
    Peterstraße 3
    26121 Oldenburg

    Telefon: +49 441 13781
    Fax: +49 441 248 93 30
    E-Mail: infoladen [at] adfc-oldenburg.de

     

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