Radkarten

 

Auch wenn die Beschilderung für Radfahrer immer besser wird - zumindest bei uns in Niedersachsen: ja, Karten gibt es auch noch als innvolle Orientierung unterwegs.

Nicht nur GPS ...

 

Radkarten - was können sie leisten?

Für die, die nicht nur aufs Geratewohl losfahren wollen, die sich nicht nur auf die — oft fehlende oder mangelhafte — Beschilderung verlassen wollen, bleibt oft nur der Blick auf eine Karte.  Das Angebot an Radwanderkarten wächst ständig.  Für Stadt und Land, für Alltag und Freizeit:  Für viele Nutzungsbereiche gibt es mittlerweile Karten, die auf den besonderen Bedarf der Radfahrer ausgerichtet sind oder sein wollen.

Unterschiedliche Maßstäbe bieten verschiedene Möglichkeiten

Das Bild der Radfahrer ist bunt:  Anfänger, Kinder, Ältere, Durchschnittsfahrer, Gruppen, aber auch schnelle Fahrer, Urlauber, Kuriere.  Der Bürger, der sein Hollandrad an fünf Sonntagen des Jahres aus dem Keller holt und gemütlich durch die Lande radelt, hat ein ganz anderes Interesse, als die Bikerin, die ihr 5000 €–Rad durch den Dschungel einer unserer Großstädte lenkt.  Entsprechend vielfältig sind auch die Karten.

1. Radfahrerstadtpläne (1:5.000 bis 1:25.000)

Solche großmaßstäbigen Stadtkarten dienen der Orientierung im engsten Einzugsraum.  Denn auch der Alltagsradfahrer kann nicht alle Ecken seiner Stadt kennen.  Der Radfahrerstadtplan liefert neben einem vollständigen Straßenverzeichnis auch wichtige Informationen zur Routenwahl des Radfahrers: schnelle Velorouten für den einen, ruhige und grüne Routen für den anderen, für KFZ verschlossene Abkürzungen für alle.

In dieser Kategorie sind besonders die Karten des Kommunalverlags Tacken zu empfehlen, die es inzwischen für weite Teile Ostfrieslands und des Oldenburger Landes gibt.

2. Radwanderkarten (1:50.000 bis 1:75.000)

Radwanderkarten werden in erster Linie für die Freizeit konzipiert.  Sie können eine Fläche von etwa 50 x 60 Kilometer abdecken und sind daher für die meisten Wochenend- und Feierabendtouren ausreichend.  Sehenswürdigkeiten, Rastplätze, Topografie sind deutlich aus der Karte zu entnehmen, teilweise aber auch Tourenvorschläge, Verkehrsbelastungen, Fahrbahnqualität etc.

Erste Wahl sind hier natürlich die übersichtlichen und aktuellen ADFC–Regionalkarten oder die flächendeckend erhältlichen und sehr detaillierten Radwanderkarten des Landesvermessungsamtes Niedersachsen.  Für kürzere Touren kommen auch noch die o.g. Karten des Kommunalverlags Tacken in Frage.

3. Radtourenkarten (1:100.000 bis 1:200.000)

Karten dieses Maßstabs sind touristisch orientiert.  Sie sind für Langstreckenradler gemacht, verzeichnen daher z.B. auch Übernachtungsmöglichkeiten, verzichten aber auf die Darstellung kleiner, für Radler besonders gut geeigneter Wege.  Auch für die Grobplanung vor einer Kurztour und als Ideengeber sind solche Karten immer wieder gut.  Aufgrund des Maßstabs fallen hier aber schon viele Detailangaben weg, die für die Orientierung auf einer Sonntagnachmittagstour unerläßlich sein können.

Das mit Abstand aktuellste und detaillierteste Kartenwerk ist die für die ganze Bundesrepublik erhältliche ADFC–Radtourenkarte.

Empfehlung

Wenn irgend möglich, vergleichen Sie die angebotenen Produkte in der Buchhandlung miteinander.  Stellen Sie sich die Frage:  "Würde ich mich vor Ort an dieser Kreuzung mit dieser Karte zurechtfinden?"

Können Sie sich im Kopf schon ein Bild davon machen, was Sie vor Ort sehen werden?  Vergleichen Sie konkrete Infommationen.  Wieviele Nebenstraßen sind weggelassen?

Sind Bahnlinien und vielleicht auch einzelne Häuser deutlich eingezeichnet?  Wenn Sie persönlich das Druckbild der Karte scheußlich finden, nutzt es nichts, daß andere vielleicht damit klar kommen:  Lassen Sie die Karte liegen.

Wenn Sie keine Tourenvorschläge brauchen, können Sie auch die "nackten" Karten des Landesvermessungsamtes verwenden, die noch viele zusätzliche Details wie einzelne Bäume und Hochspannungsmasten zeigen.

Jemandem, der mit einer Karte nicht umgehen kann, hilft auch die beste Radkarte kaum weiter.  Anderen kann sie ein wertvolles Hilfsmittel sein.  Auch Radfahrer, die lieber nach Schildern oder nach eigenem Gutdünken fahren, sollten daher die Karten nicht vergessen.  Hat man sich damit auch nur einmal aus einer "verfahrenen" Situation gerettet oder nur eine tolle Idee entnommen, hat sie sich gelohnt.

Radfahrkarten gibt es in allen ADFC-Infoläden und im örtlichen Buchhandel.

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC Oldenburg?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    Der ADFC Kreisverband Oldenburg arbeitet hauptsächlich auf drei Gebieten, die sich aber teilweise überschneiden.
    Der erste Bereich ist die Verkehrspolitik.  Hier nimmt der ADFC Einfluss auf die Politik, mit dem Ziel, die verkehrliche Situation für den Radverkehr zu verbessern.  So hat der ADFC bei der Fahrradstation mitgewirkt, bei der Gestaltung der Heiligengeiststraße und der Fahrradstraße, er hat einen Vertreter im Verkehrsausschuss der Stadt Oldenburg, beim Strategieplan Mobilität und Verkehr (Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes) und in der AG Radverkehr (Verwaltung, Polizei und ADFC) und ist auch sonst immer dann zur Stelle, wenn Belange der Radfahrerinnen und Radfahrer berührt werden.

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  • Wie erreiche ich den ADFC Oldenburg?

    Infoladen des ADFC Kreisverbandes Oldenburg / Oldenburger Land e.V.
    Peterstraße 3
    26121 Oldenburg

    Telefon: +49 441 13781
    Fax: +49 441 248 93 30
    E-Mail: infoladen [at] adfc-oldenburg.de

     

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